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Im Inneren des Wawel-Hügels, am Fuß des Weichselufers, befindet sich eine Karsthöhle. Sie ist einer "Drachenhöhle" ähnlich. Einer alten Legende nach, soll hier von vielen Jahren ein Drache gehaust haben. Diese Höhle wurde zum ersten Mal von Wincenty Kadłubek in seiner "Chronik" (12./13. Jahrhundert) erwähnt.
Er schrieb auch von dem Drachen, der in der Höhle gelebt hat, und vom Prinzen Grakch (Krak), dessen Söhne das Monster getötet haben sollen. Eine der beliebtesten Versionen der Legende erzählt über den Drachen, der die Menschen und Tiere frass. Eines Tages kam der Ritter (Prinz) Krak und besiegte den Drachen, indem er ihm ein mit Pech und Schwefel gestopftes Schaf zum Fressen warf. Der Drache bekam Durst, den das ganze Wasser aus der Weichsel nicht stillen konnte. Er trank und trank unermüdlich und dann barst und die Anwohner waren endlich frei. An dieser Stelle wurde dann die Stadt Krakau gegründet, der der Ritter seinen Namen gab. Das ganze Gebiet des Krakau-Tschenstochauer-Jura, dessen südlichste Ausläufer der Wawelhügel ist, ist stark verkarstet. Die Landschaft ist von Höhlen durchzogen. Eine riesige Höhle im westlichen Teil des Wawel-Hügels gehört zu seinen größten Sehenswürdigkeiten. In der dunklen Höhle, die auch unauffällig beleuchtet ist, herrscht einzigartige Atmosphäre. Sie ist besonders bei den Kindernbeliebt. Beim Ausgang aus der Höhle trifft man den Drachen, der - aus Metall gegossen - auf einem Felsen am Weichselufer steht und von Zeit zu Zeit Feuer ausspeit.
Die Drachenhöhle darf besichtigt werden. Die Gesamtlänge der Drachenhöhle beträgt ca. 270 m, die Touristenroute ist 81 m lang. Der Eintrittspreis beträgt 3 PLN. Die Höhle ist vom 1. November bis zum 31. März geschlossen.
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