| Franziskanerkirche |
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Die Franziskanerkirche und das Franziskanerkloster - ein imposanter Komplex der Gebäuden - waren eine Stiftung für die aus Prag nach Krakau eingewanderten Franziskaner. Im Inneren der Kirche gibt es höchstinteressante Kunstwerke, u.a. das monumentale Glasfenster über dem Haupteingang, das den Gottvater darstellt. Diese mächtige alte gotische Kirche wurde im 13. Jh. von Boleslaus dem Schamhaften gestiftet. Hier ruhen auch die sterblichen Überreste des Fürsten und seiner Schwester, der seligen Salomea. An der Südfassade des Querschiffes zeugen ein Ziegelfries an den Arkaden und die Zwillingsfenster vom ursprünglich romanischen Stil der Kirche. Mehrere verheerende Brände, die das Gotteshaus heimsuchten, zerstörten die mittelalterliche Innenausstattung und ließen den Turm einstürzen. Heute besitzt die Kirche eine neugotische Ausstattung aus dem 19. Jh. Besonders sehenswert sind die Werke von Stanisław Wyspiański, dem bekanntesten Vertreter des Jugendstils in Polen: die Kirchenfenster im Chorraum, die den Hl. Franziskus, die selige Salomea und die vier Elemente darstellen. Diese Werke sind die glänzendsten Beispiele polnischer Glasmalerei von der Wende des 19. zum 20. Jh. Besonders eindrucksvoll ist die wunderschöne farbige Polychromie im Chor und im Querschiff. Im Hochaltar befindet sich ein Gemälde aus dem 16. Jh., dessen anonymer Schöpfer als 'Meister der Heiligen Familie der Mutter Gottes' bekannt ist. Die Wände der Kirche schmücken große Bilder von Wladyslaw Russowski. Die Kreuzwegstationen wurden von Józef Mehoffer geschaffen. Eine Besichtigung wert sind auch die gotischen Kreuzgänge des Klosters mit einer einzigartigen Galerie der Porträts der Krakauer Bischöfe und wertvollen Wandmalereien aus dem 15. Jh., u.a. 'Stigmatisation des hl. Franziskus'. Sehen Sie auch:
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