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Zisterzienserkloster in Mogila - Nowa Huta

Die Heilige-Jungfrau-Marien-und-St.-Wenzelskirche in Mogiła (in der Klasztorna-Straße) gehört  zu den wertvollsten Sakralbauten Südpolens. Besonders sehenswert ist auch das anliegende Zisterzienserkloster mit seinen wunderschönen Gärten.
Hier wird das bekannte wundertätige Kruzifix von Mogiła aufbewahrt, das als einziges Element der Kircheneinrichtung vom Brand 1447 erhalten blieb. 

In die heutige Kapelle wurde das Kruzifix 1588 versetzt. Die Heiligkreuzkapelle ist mit einem prächtigen Gitter eingefasst. Das Gitter wurde von Stanisław Żółkiewski als Votivgabe für seine Rettung in der Schlacht von Cecora gestiftet.
Der Stifter des Klosters und der hölzernen, gegenüber dem Kloster gelegenen St.-Bartholomäuskirche war Krakauer Bischof Iwo Odrowąż, der 1222  die Zisterzienser aus Schlesien nach Mogiła holte. In Mogiła begannen die Mönche  ihre Tätigkeit mit dem Aufstellen des Kreuzes auf dem Wanda-Hügel, der bis dahin eine heidnische Kultstätte gebildet hatte. Mogila, das ehemalige Dorf, dessen Namen vom Grab der legendären Prinzessin Wanda, Kraks Tochter, kommt, ist heutzutage ein Teil Krakauer Stadtviertels Nowa Huta. Im Jahre 1266 wurde die Kirche vom Krakauer Bischof Jan Prandota geweiht.

Die Fassade der Kirche wurde im 18 Jh. im Barockstil umgebaut. Der Altar in der Kreuzkapelle wurde in demselben Stil geschaffen. Die Polychromiemalerei des fassförmigen Gewölbes und der Seitenschiffe stammt aus dem Jahre 1919 und wurde von dem Krakauer Künstler Jan Bukowski ausgeführt.


In der Zeit der Renaissance wurde Mogiła besonders durch seine Malerei bekannt. Bruder Stanisław Samostrzelnik - Mönch aus Mogila - malte im 16. Jahrhundert in der Kirche und in den Kreuzgängen schöne Zierfresken. Das sind unter anderem „Die  Verkündigung Mariä", im Presbyterium und  „Die Kreuzigung Christi" über der Sakristei und in den Kreuzgängen. Er verzierte auch das Deckengewölbe der mittelalterlichen Klosterbibliothek. Seine Fresken sind heute noch in der Kirche von Mogiła sowie in der Klosterbibliothek zu bewundern.
In den Jahren 1716-1786 wurde am Kloster in Mogiła die Lehrstelle für die gesamte Zisterzienserprovinz errichtet. Dort wurden Theologie, kanonisches Recht, Philosophie und Kirchengeschichte gelehrt. Das Studium dauerte fünf Jahre und endete mit dem Doktortitel, wie an den anderen Universitäten. Das war die erste Hochschule auf dem Gebiet des heutigen Nowa Huta.
Die St.-Bartholomäuskirche, die sich nebenan befindet, wurde auch zur Zeit von Iwo Odrowąż erbaut. Sie diente den Gläubigen, für die die Ordenskirche nicht zugänglich war. In ihrer heutigen Gestalt stammt die Kirche aus dem Jahre 1466. Sie besteht aus drei Schiffen, was an anderen Holzbauten dieser Art in Polen nicht anzutreffen ist. Die Inneneinrichtung stammt aus der Zeit des Rokoko.

Am 9. März 1970 wurde die Klosterkirche vom Papst Paul VI zur kleineren Basilika erhoben. Nachdem Papst Johannes Paul II das Sanktuarium am 9. Juni 1979 besucht hat, strömen noch mehr Pilger zu dem Wundertätigen Herrn Jesus. Besondere Anlässe bieten die Gebetsnacht vom Herz-Jesu-Freitag zum Samstag und der vom 14. bis zum 21. September dauernder Ablass zur Kreuzerhöhung. Die Hauptfeierlichkeiten finden am Sonntag der Ablasswoche am Feldaltar im ehemaligen Klostergarten (der heutige Johannes Paul II - Platz) statt, wo auch die Kreuzwegstationen aufgestellt sind.


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