| Synagogen im Kazimierz-Viertel |
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Im ehemaligen jüdischen Viertel Kazimierz gibt es 7 Synagogen: die Synagoge Remuh mit dem anliegenden Friedhof, die Poper-Synagoge, die Alte-Synagoge, die Hohe-Synagoge, die Isaak-Synagoge, die Tempel-Synagoge und die Kupa-Synagoge.
Die meisten der jüdischen Synagogen sind um die Szeroka-Straße entstanden. Seinerzeit war diese Straße der Hauptplatz der jüdischen Stadt, und das Leben dieses Viertels konzentrierte sich um die Alte Synagoge, das älteste erhaltene Bauwerk dieser Art in Polen, dessen Anfänge auf das Jahr 1407 zurückgehen. In seiner heutigen Gestalt stammt das Bauwerk aus den 70-er Jahren des 16. Jahrhunderts und ist das Werk von Matteo Gucci. Massive, zum Teil im Boden versunkene Mauern sowie auf zwei Säulen gestützte Rippengewölbe vermitteln den Eindruck, als ob es sich hier um eine gotische Festung und nicht um ein Werk der Renaissance handelte. Vermutlich ist diese Form darauf zurückzuführen, dass die Synagoge an die Stadtmauern angrenzte und die Funktion eines besonderen Bollwerks erfüllte. Gegenwärtig ist hier das Museum der Judaistik (Filiale des Historischen Museums der Stadt Krakau) untergebracht, in dem zahlreiche Andenken ausgestellt sind, die an die früher in Krakau lebenden Juden erinnern: Kult- und Gebrauchsgegenstände, Kleider, Urkunden sowie Fotografien und Bilder. Von der Szeroka-Straße aus ist über die Ciemna-Straße der Neue Jüdische Platz (Nowy Plac Żydowski ) zu erreichen. Unterwegs kommt man, schon hinter dem Friedhof, an der prachtvollen Isaak-Synagoge, der größten in Kazimierz, vorbei. Sie wurde 1638 vom Bankier des Königs Wladislaw IV. Vasa, Isaak (Ajzyk) Jekeles, gestiftet. Auch hier ist durch die nationalsozialistische Besatzung nichts von der alten Ausstattung erhalten geblieben, es ist aber in der letzten Zeit gelungen, unter dem Putz historische Gemälde aus dem 17. Jahrhundert freizudecken. Heute gibt es hier eine Ausstellung, die der Geschichte von Kazimierz aus der Vorkriegs- und Besatzungszeit gewidmet ist. Die andere Synagoge ist die sogenannte Tempel- oder fortschrittliche Synagoge und erinnert im Gegensatz zu der ersten beinahe an einen Palast. Sie wurde 1862 im neuromanischen Stil errichtet, während Zierelemente und Art der Vergoldungen im Innenraum an die maurische Kultur anknüpfen. Die Synagoge gehörte den Fortschrittlichen Juden, die von der Aufklärung (Haskali) beeinflusst, die Riten ihres alten Glaubens teilweise ablegten sowie Deutsch und Polnisch in die Predigten einführten. Nicht weit entfernt erheben sich zwei weitere Synagogen. Die eine, an der ul. Warszauera 8, trägt den Namen Kupa (Kasse), weil sie in den 40-er Jahren des 17. Jh. mit dem Geld aus der Kahal-Kasse finanziert wurde; sie macht einen äußerst schlichten Eindruck, im Inneren sind jedoch interessante Wandmalereien erhalten geblieben. In ihrer Nachbarschaft sind Reste der mittelalterlichen Wehrmauern von Kazimierz erhalten. Die Hohe Synagoge entstand als Renaissancebauwerk um 1590. Während des 2. Weltkrieges vernichtet, wurde sie derzeit wiederhergestellt und den Konservierungsarbeiten unterzogen. Sehen Sie auch: |
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